StockX_Image

April 19, 2021

Last updated on February 16, 2022

Nike Air Max – Die Evolution der Air-Bubble

Am 26. März 1987 öffnet Tinker Hatfield mit dem Air Max 1 ein Fenster zur Nike Air-Technologie. Seitdem hat sich in der Air-Max-Sohle viel getan. Wir werfen zum diesjährigen Air Max Day einen Blick auf die Evolution der Air-Bubble.

Am 26. März 1987 öffnet Tinker Hatfield mit dem Air Max 1 ein Fenster zur Nike Air-Technologie. Seitdem hat sich in der Air-Max-Sohle viel getan. Wir werfen zum diesjährigen Air Max Day einen Blick auf die Evolution der Air-Bubble.

StockX_ImageDie Geschichte von Nike Air beginnt schon zehn Jahre zuvor, als Luft- und Raumfahrtspezialist Frank Rudy mit der Idee einer Luftkissendämpfung für Laufschuhe auf Nike zugeht. Das Ergebnis ist der Air Tailwind, der 1978 als erster Schuh mit Nike Air in der Schaumstoffsohle auf den Markt kommt.

Seit 1985 arbeitet David Forland als Creative Director of Cushioning Innovation stetig daran das Air-Dämpfungssystem noch besser zu machen. Er entwickelt einen Prototyp, bei dem die Schweißnähte über und unter dem Kissen platziert werden und bereitet somit den Weg für Tinker Hatfields Geniestreich. Während eines Aufenthalts in Paris besucht der gelernte Architekt das Centre Georges Pompidou und lässt sich von der umgekrempelten Fassade inspirieren, durch die man ins Innere des Kunst- und Kulturzentrums schauen kann. Als er wieder ins Nike Headquarter in Portland zurückkehrt, arbeitet man gerade an einer neuen Air-Bubble. Hatfields Vorschlag: „Vielleicht können wir die Air-Sohle zeigen und einen Schuh schaffen, der einzigartig ist.“

Air Bubble Evolution

Bild von ©Nike

Drei Jahre später folgt sein nächster Streich: Der Air Max 90 verfügt über eine noch größere Air-Einheit. Der knallige Infrared-Colourway setzt das Fenster zur Air-Bubble in Szene.

Der nächste große Fortschritt für die Air-Max-Familie erscheint 1992 mit dem Nike Air 180. Der Schuh entsteht aus der Zusammenarbeit zwischen Tinker Hatfield und Bruce Kilgore, dem Designer des Air Force 1. Dabei ist er ursprünglich gar nicht als Teil der Air-Max-Serie gedacht. Die Air-Unit des Air 180 reicht bis zur Laufsohle, und lässt sich durch ein transparentes Fenster aus 180 Grad betrachten.

Auch beim Air Max 93 lässt sich das Kissen aus 180 Grad begutachten, allerdings zieht sich das Fenster einmal um die Ferse rum. Nikes Ziel ist es immer weniger Schaumstoff für die Sohle zu benutzen. David Forland wusste: „Wenn man sich die Geschichte von Air Max anschaut, insbesondere von 1987 bis 1993, ist der größte Unterschied zwischen den Modellen, dass jede Version über mehr Air als die letzte verfügte und dafür auch über weniger Schaumstoff. Schaumstoff lässt nach; Air nicht.“

Nike entwickelt dafür eine neue Konstruktion der Air-Sohle: Die Luftkissen lassen sich mithilfe einer Blasform unabhängig vom Luftdruck dreidimensional formen und an die natürliche Form des Fußes anpassen. So entwirft Sergio Lozano den Air Max 95 erstmals mit zwei sichtbaren Air-Units in der Ferse und im Vorderfuß.

Zwei Jahre später – zehn Jahre nach dem ersten Air Max – formt Nike endlich ein durchgehendes Air-Kissen. Der Air Max 97 verbindet die Air-Einheiten im Vorderfuß und der Ferse miteinander.

Der Air Max 360, der 2006 auf die Welt kommt, erfüllt das 1987 gesetzte Ziel. Wie der Name schon verrät, verfügt der Schuh über eine Air-Max-Sohle, die sich einmal um den ganzen Schuh dreht und somit völlig auf Schaumstoff verzichtet.

Zum 30. Geburtstag der Air-Max-Serie bringt die „Innovation Kitchen“ 2017 mit dem Air Vapor Max eine Air-Bubble hervor, die Dämpfung und Laufsohle vereint. Es ist das letzte Air-Max-Modell, das noch als Laufschuh entwickelt wird. Die Nachfolger Air Max 270, 720 und 2090 verfügen zwar über noch größere Air-Bubbles, werden aber dem Anspruch seiner Vorgänger als Performance-Modelle nicht mehr gerecht.