Im Herzen des japanischen Viertels versorgen die Gebrüder Biergen Stammkundschaft und Touristen mit den heißesten Releases von Asics bis zur Jordan Brand. Doch was die Düsseldorfer von anderen Stores abhebt, ist nicht nur ihr reiches Sortiment, ihre Events in der Community oder ihr eigener Stammtisch für die treuesten Kunden. Der Afew Store ist nämlich was Kollaborationen betrifft eine der renommiertesten Adressen weltweit!
Kollaborative Ausflüge mit Asics, Diadora, Mizuno oder Nike werden zelebriert und bis ins kleinste Detail mit der Persönlichkeit des Ladens befüllt. In jedem Projekt steckt 100% Afew drin. Genau wie die hauseigene Brand „Afew Goods“, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, hochqualitative Kleidungsstücke zu fairen und nachhaltigen Konditionen zu produzieren. Dabei sind sie so transparent, dass sie nicht nur die Produktion, sondern auch die Preisgestaltung offenlegen. Anlässlich ihres ersten, komplett eigenen Sneakers trafen wir uns mit Betreiber Andreas Biergen und sprachen über die vergangenen Jahre sowie zukünftige Projekte.
Hallo Andy! Schön, dass du Zeit gefunden hast. Zunächst einmal: wie hat euer Laden und eure Community die Pandemie überstanden?
Hi Rami! Freut mich ebenso mal wieder mit dir zu quatschen! Ich denke die Pandemie hat für uns alle viele Umstellungen mitgebracht. Genauso auch für uns. Wir haben die Zeit glücklicherweise gut überstanden und konnten den halbjährlichen Ausfall des Brick & Mortar Stores zum Glück mit unserem Onlineshop ausgleichen. Grundsätzlich haben wir den Eindruck, dass die Community nun noch mehr Fokus auf das Thema Online legt, aber auch wieder Lust hat die Produkte vor Ort in die Hand zu nehmen und vor allem sich mit Gleichgesinnten im realen Leben auszutauschen.
Was sind eure nächsten Pläne? Wird es wieder Events geben?
Events, wie man sie sonst von uns kennt, haben wir vorerst nicht geplant, da noch nicht 100% sicher ist, wie sich die Lage weiterentwickelt. Wir wollen langsam starten und unsere „Afew Addicted“-Stammtische mit der Communitys in den verschiedenen Städten weltweit wieder starten. Daneben stehen einige eigene Projekte sowie ein paar Projekte mit verschiedenen Brands in der Pipeline.
Eines eurer aktuellen Projekte ist euer erster komplett eigener Schuh, der Yamasura „Soil“. Der Sneaker ist komplett nachhaltig und zu einem großen Teil aus Algen. Wie aufwendig ist ein solches Projekt?
Der Launch des allerersten Yamasura mit unserer eigenen Brand Afew Goods ist für uns etwas sehr Besonderes und wir wollen hiermit den Grundstein für unsere Zukunft legen. Nachdem wir in den vergangenen Jahren etliche Collabs mit den verschiedensten Brands umgesetzt haben, war es dennoch eine viel größere Herausforderung ein eigenes Design komplett von der Pike an zu entwerfen und vor allem zu realisieren.
Unser initiales Ziel war es einen in Portugal produzierten und möglichst nachhaltigen Sneaker zu entwickeln, der aber gleichzeitig den Look & Feel der 80/90s-Runner in sich trägt. Der Schuh ist jetzt, wie du schon erwähnt hast, mit einer EVA-Algen-Sohle und veganem Leder (Nubuk und Suede) ausgestattet. Der erste Yamasura trägt bereits viele innovative und nachhaltige Elemente, ist aber noch nicht zu 100% nachhaltig. Für uns ist es sehr wichtig, transparent mit dem Thema umzugehen. Deshalb kann man sich bei uns auf der Website, alle Elemente des Schuhs, Produktionsketten sowie das genaue Pricing anschauen.
Neben der Materialauswahl war das Thema Produzentensuche eine große Herausforderung. In der 3-jährigen Entwicklung des Yamasuras haben wir uns mit über 15 verschiedenen Produzenten ausgetauscht, bis wir dann endlich einen gefunden haben, der unsere Vision vom eigenen Schuh so umsetzen konnte, wie wir es uns vorgestellt haben. Während des ganzen Prozesses haben wir super viel gelernt und lernen weiterhin noch jeden Tag dazu.
Was bedeutet der Name?
Der Name Yamasura hat eine tiefere Bedeutung für mich und meinen Bruder Marco und ist inspiriert von unserer Familie. Wofür der Name genau steht, verraten wir nicht. Jeder, der uns und unsere Familie näher kennt, wird die Bedeutung früher oder später verstehen.
Ihr habt euch zudem von einem Ferrari Testarossa inspirieren lassen. Wie passt der italienische Rennwagen in die fernöstliche Afew-Welt?
Wir sind beides keine großen Autofahrer, aber haben uns beim Design Prozess ein wenig was von Tinker Hatfield abgeschaut, der sich ja bekanntlich bei vielen seiner Jordan Designs von Autos, Flugzeugen usw. inspirieren lassen hat. Der Testarossa ist ohne Frage eines der elegantesten Autos, das jemals entworfen wurde und symbolisiert gleichzeitig beispiellose Qualität.
Was für Dinge habt ihr rund um den Release geplant?
Neben verschiedenen Stammtischen und dem Online Raffle, ist auch ein Instore Release geplant. Natürlich nur, wenn es die Corona Lage zulässt.
Lass uns kurz über ein paar eurer Kollaborationen sprechen. Ich würde gerne hören, was für Erinnerungen du mit folgenden Sneakern verbindest:
Der Koi ist zweifelsohne unsere bekannteste Collab und hat wohl auch die außergewöhnlichste Story. Nachdem wir 2012 zum alljährlich hier in Düsseldorf stattfindenden „Japan Tag“ den ersten handgemachten Koi vorgestellt haben, haben wir den Schuh dann 2015 offiziell mit Asics herausgebracht. 2018 ist der „Orange Koi“ zusammen mit Beams gefolgt und wer weiß vielleicht kommt in Zukunft auch nochmal etwas.
Diadora N.9000 „Highly Addicted“
Die „Made in Italy“-Collab mit Diadora war unsere Hommage an die Sneaker Community und alle Gleichgesinnten. Die Pop Up Stores, die wir zu den „Highly Addictive”-Drops 2017 in Tokio und 2019 in New York veranstalteten, haben das Projekt noch besonderer für uns gemacht.
Kangaroos Coil R1 „Peanut Butter“
Der „Peanut Butter“ war unsere erste offizielle Collab und wurde damals in Deutschland produziert. Peanut Butter war und ist einer unserer Leibspeisen und so mussten wir natürlich auch eine eigene Erdnussbutter zum Drop herausbringen.

Der Nike Lunar Flyknit II Lux „V“ ist damals zu unserem 5-jährigen Jubiläum entstanden. Wir haben es geschafft, durch die Verlosung von insgesamt 10 Paaren über 10.000 Euro für das in Düsseldorf ansässige Kinderhospiz „Regenbogenland“ zu sammeln.
Afew Goods Yamasura „Soil“
Der Afew Goods Yamasura „Soil“ ist der erste Drop unseres eigenen Schuhs und soll die Grundlage für die Zukunft von Afew Goods einleiten. So haben wir uns auch für den Namen „Soil“ entschieden, was so viel wie Nährboden bedeutet und damit symbolisiert, dass alles, was in den nächsten Jahren passiert, daraus entstehen soll. Wir freuen uns riesig nach all den Jahren der Entwicklung den Schuh nun endlich mit der Community zu teilen.
Der Afew Goods Yamasura „Soil“ erscheint am 31. Juli exklusiv beim Afew Store.


