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May 7, 2020

Last updated on February 16, 2022

Im Gespräch mit Moscoman

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Lena Dietrich

Marketing Manager Germany

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Im Gespräch mit Moscoman

Chen Moscovici, besser bekannt als Moscoman (Instagram: Moscoman), stammt ursprünglich aus Tel-Aviv, wo er die meiste Zeit seines Lebens verbrachte.  Seit vielen Jahren ist er bereits eine einflussreiche Figur in der alternativen Clubkultur und veröffentlichte seine Musik bei Labels wie Eskimo, ESP Institute und Correspondant. Seine Musik zeichnet sich durch New Wave-, House-, Techno- und Trance-Sounds aus, die er mit den nahöstlichen Klängen seiner Heimat kombiniert.

Im Jahr 2015 gründete er sein eigenes Label “Disco Halal”, mit dem er ausschließlich die elektronische Musik anderer Künstler unterstützen- und fördern möchte. So arbeitete er in der Vergangenheit mit Künstlern wie Mehmet Aslan, Acid Arab,  Trikk und Simple Symmetry zusammen.

Wir waren im Gespräch mit Moscoman, um zu erfahren, was ihn inspiriert, was überbewertet wird, und um herauszufinden, wie es für ihn weitergeht.

Das folgende Interview wurde leicht überarbeitet.

Kannst du dich einmal kurz vorstellen?
Ich bin 37 Jahre alt und bin in Israel geboren. Seit 2000 bin ich als DJ tätig und in den letzten zehn Jahren auch als Musikproduzent. Seit 5 Jahren gehört mir das Record Label Disco Halal- Records.

Du stammst ursprünglich aus Israel, warum hast du dich dazu entschieden, nach Berlin zu ziehen?
Ich brauchte damals einen Tapetenwechsel und wollte näher am eigentlichen Geschehen sein. Als ich umzog, war die israelische Szene schon so weit fortgeschritten wie heute. Aber Berlin war und wird immer der Ort für diese Musik sein, also dachte ich mir, ich versuche es einfach mal. Zum Glück. 

Kannst du uns ein wenig über deine musikalische Laufbahn erzählen? Wie hast du angefangen? Wie würdest du deinen Sound beschreiben?
Alles begann, als ich ein Kind war und in meiner Heimatstadt Raves organisierte, alles begann, als ich anfing, in einen Plattenladen zu gehen. Ich fing damit an, dass ich Musik mehr als alles andere auf der Welt liebe. Es war ganz natürlich, dass ich irgendwann anfing anderen Leuten die Musik vorzuspielen, die ich liebe. Mein Sound ist wirklich überall und einzigartig. Ich kann und will ihn nicht beschreiben. Es ist nicht einmal etwas, worüber ich groß nachdenke. Es ist Musik, die ich liebe, die ich gespielt- und gehört habe.

Was beeinflusst dich musikalisch?
Eigentlich alles. Ich höre mir außerhalb meiner “Arbeitszeit” nicht allzu viel Clubmusik an.  Aber es ist natürlich gut zu wissen, was derzeit angesagt ist, auch wenn ich mit meiner Musik nie versuche, wie “das was angesagt ist” zu klingen. Ich liebe Jazzmusik, ich liebe Post-Punk-Sound, ich liebe New Wave. Ich liebe alles, was man hören kann, was Menschen geschaffen und nicht imitiert haben, auch wenn Musik manchmal sehr begrenzt sein kann.

Moscoman Foto 2

Was sind deine Karriere Highlights?
Es gibt wirklich so viele. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Um nur einige zu nennen: Glastonbury, Primavera, Coachella, 3 Points und so viele mehr. 

Was wird deiner Meinung nach im Moment am meisten überbewertet?
Angst und die Erkenntnis, dass wir über viele Dinge nicht die Kontrolle haben

Was wird im Moment am meisten unterschätzt?
Unsere Zukunft. Man hat das Gefühl, dass im Moment nichts wirklich eine Bedeutung hat

Worüber freust du dich derzeit am meisten?
Aufzustehen und mich so gut wie möglich um mich und meine Umgebung zu kümmern und mir Zeit für Dinge zu nehmen, die ich vorher nicht machen konnte. 

Wie würdest du deinen (Mode-)Stil beschreiben? Was inspiriert ihn?
Ich liebe es, einfache Sachen mit einem Twist zu tragen, d.h. eine supercoole Jacke in Kombination mit einem Kapuzenpullover und Jeans. Ich liebe Issey Miyake, und generell japanische Kleidung.  Ich denke, dass mein Kleidungsstil wirklich inspiriert von allem, was erwähnt wird. Ich versuche, mich mit meiner Kleidung möglichst cool zu fühlen, aber gleichzeitig kann ich es auch genießen, einfach nur Sportkleidung zu tragen.

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Hast du dich schon immer für Streetwear und Sneakers interessiert?
Im Alter zwischen 20 und 30 Jahren war ich noch viel besessener davon. Mittlerweile ist es weniger geworden. Früher hatte ich zum Beispiel die größte Adidas-Sammlung.

Was ist dein Lieblingssneaker (oder Streetwear- Artikel) aller Zeiten?
Ich glaube, mein Favorit ist mein Kermit Adidas Superstar in limitierter Auflage mit dazu passender Trainingsjacke.

Kannst du dich an den ersten Sneaker erinnern, den du gekauft hast?
Nein, aber ich meine, es war ein ganz schwarzer Air Force 1.

Welche Sneaker trägst du derzeit am häufigsten?
Jetzt trage ich hauptsächlich Asics, ich liebe sie.

Was steht bei dir als nächstes an?
Das Einzige, was ich wirklich erwähnen kann, ist die Veröffentlichung meines nächsten Albums bei Moshi Moshi Records. Schaut euch meine neue Single What Do We Care  feat. Tom Sanders an. Es ist derzeit ein gutes Timing dafür.

 

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